Krebse & Muscheln

Steinkrebs (Foto: B. Heitmann)Neben dem Edelkrebs gibt es in Nordrhein Westfalen noch eine zweite heimische Flusskrebsart, den Steinkrebs. In den Gewässern NRWs wird man diese kleinste europäische Krebsart aber noch seltener zu Gesicht bekommen als den größeren Edelkrebs. Der Steinkrebs besiedelt vor allem die Oberläufe von klaren und kühlen Kleinflüssen und ist daher ehr im südlichen Teil von NRW anzutreffen. Das Gewässersubstrat sollte überwiegend aus gröberem Kies und Steinen sowie Totholz bestehen, darin legt der Steinkrebs seine Höhle an.

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Edelkrebs (Foto: B. Heitmann)Der Edelkrebs (Astacus astacus) ist die einzige ursprünglich heimische Flusskrebsart in Westfalen. Noch in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts konnte man diesen Krebs in nahezu jedem Gewässer in großer Anzahl finden. Aufgrund seines schmackhaften Fleisches wurde er früher ausgiebig fischereilichgenutzt. Diese ehemals reichen Bestände sind jedoch in den letzten Jahrzehnten bis auf äußerst wenige und hochgradig gefährdete Restvorkommen erloschen.

Der Edelkrebs muss daher heute in der bundesweiten Roten Liste in der Kategorie 1 -vom Aussterben bedroht- geführt werden. Anfänglich waren für diesen dramatischen Bestandsrückgang in erster Linie der naturferne Ausbau vieler Gewässer, die starke Belastung des Wassers mit Schadstoffen sowie das Auftreten einer neuen, für den Edelkrebs tödlichen Seuche (Krebspest) verantwortlich zu machen.

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amerikanischer Flusskrebs (Foto: B. Heitmann)Die ursprüngliche Heimat des Amerikanischen Krebses liegt im Osten der USA. Er wurde etwa 1890 versuchsweise im Odergebiet eingeführt und hat sich seitdem in die nord- und westdeutschen Gewässer ausgebreitet

Der Amerikanische Krebs bewohnt alle Arten von Gewässern. Er ist gegenüber dem Edelkrebs schnellwüchsiger, fruchtbarer und stellt geringere Ansprüche an die Wasserqualität. Er ist zudem nicht auf Versteckmöglichkeiten angewiesen, geht auch tagsüber auf Nahrungssuche und ist immun gegen die Krebspest.

 

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In den nordrhein-westfälischen Fließgewässern kommen zwei Großmuschelfamilien vor. Dazu gehören die Familie der Flussperlmuscheln und die Familie der Flussmuscheln.

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Zu den nicht heimischen Krebsarten zählt der Rote amerikanische Sumpfkrebs (Procambarus clarkii GIRARD), der Anfang der 70er Jahre in Europa (Spanien) eingeschleppt wurde. Ursprüngliche Heimat des Sumpfkrebses ist der Süden Nordamerikas. Darauf bezieht sich auch sein weitere Name: Louisiana Krebs. In Deutschland konnten sich, seit dem Erstnachweis Anfang der 90er Jahre, vereinzelnd reproduzierende Vorkommen etablieren. In Spanien und Frankreich besiedelt er zahlreiche Gewässersysteme.

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Wollhandkrabbe (Foto: B. Heitmann)Die Wollhandkrabbe hat ihren Namen bekommen weil die männlichen Tiere einen dichten Haarpelz an den Scheren tragen. Wollhandkrabben sind in Europa nicht heimisch. Sie sind aus China mit dem Schiffsverkehr in Deutschland eingeschleppt worden und haben sich rasch in Weser, Elbe und Ems verbreitet. Ihr wissenschaftlicher Name "Eriocheir sinensis" deutet auf die Fernöstliche Herkunft hin.

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Der Bachflohkrebs (Gammarus pulex) kommt in fast allen Flüssen, Bächen, Seen und Teichen vor und zählt zu den häufigsten Süßwasserkrebsen. Der Körper des Bachflohkrebses ist bogenförmig und hell- bis graubraun gezeichnet. Die Körperflanken sind zusammengedrückt. Männliche Tiere können eine Größe von 21 mm, weibliche Tiere bis 14 mm erreichen.

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