Turbulent ging es in den vergangenen Tagen an den Gewässern im Land zu. Was sich hinter dem mancherorts brodelnden Wasser verbirgt, bleibt aber meist von Mensch und Anglern unbeobachtet. Im April, wenn die Frühlingssonne das Wasser der Fließgewässer und Seen auf eine Temperatur von min. 10°C aufwärmt, beginnt die Laichzeit der Rotaugen (Rutilus rutilus). Die Rotaugen zeigen in dieser Zeit den typischen Laichausschlag. Manch Angler hat die über den Köper verteilten zahlreichen rauen weißen Punkte schon sehen und fühlen können. Das eigentliche Laichgeschäft aber bleibt meist unter der Wasseroberfläche verborgen. Einen Eindruck vom hektischen und unruhigen Treiben der Rotaugen während der Laichzeit zeigt das Video von Vereinsmitglied Benedikt Heitmann. Am Osterwochenende war er mit der Kamera am Wichumer See (Gewässer des LFV Westfalen und Lippe e.V.) unterwegs und konnte interessante Aufnahmen vom Laichgeschäft der Rotaugen machen. Das Video veranschaulicht, wie die Männchen regelrecht vor den potenziellen Laichstellen auf ein Weibchen warten.

Wenn ein Weibchen bereit zum Ablaichen ist, versucht jedes Männchen der erste zu sein um die Eier zu befruchten. Innerhalb von wenigen Sekunden stürzen sich die Männchen auf das Weibchen und besamen in einem heftigen Paarungsspielen die ca. 1 - 2 mm großen und klebrigen Eier, wovon ein Weibchen 50.000 - 100.000 Stück ablegen kann. Sind die Eier an Pflanzenwurzeln oder -stengeln abgelegt, beginnt das nervöse warten der Männchen auf das nächste Weibchen wieder. Angelockt vom Liebesspiel der Rotaugen streifen im Video große Karpfen umher und beobachten als Zaungäste die Rotaugenhochzeit.


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