Der pH-Wert (potentia hydrogenii) gibt den Säuregrad des Wassers an. Er beschreibt das Verhältnis der Konzentration von H und OH-Ionen. Ist das Verhältnis gleich liegt eine neutrale Lösung vor (pH 7). Ist die Konzentration von H höher als die Konzentration von OH spricht man von einer sauren Lösung, im umgekehrten Fall spricht man von alkalischer Lösung.

  pH 1-6   

  pH 7   

  pH 8-14  

sauer

neutral

alkalisch

Der pH-Wert kann kolorimetrisch mit Indikatoren (Farbstoff) gemessen werden. Indikatorpapier oder Indikatorstäbchen sind hier wohl die Bekannteste Messhilfe. Durch Farbveränderung der Indikatorstäbchen wird an Hand einer Farbskala der pH-Wert abgelesen. Für Wasseruntersuchungen ist Lackmus mit einem Messereich zwischen 5,0 (rot) und 8,0 (blau) gut geeignet. Messfehler bei dieser Methode können 0,5 pH betragen.

Die genaueste pH-Wert Messung erfolgt potentiometrisch mit pH-Elektroden. Mit der pH-Elektrode kann der pH-Wert auch in gefärbten oder trüben Lösungen bestimmt werden. Diese pH-abhängige Spannungsmessung ist sehr genau. Messfehler liegen bei 0,01 pH.

Für die meisten Wasserbewohnenden Lebewesen liegt der Optimalbereich zwischen pH 6 und pH 8. Bei langfristigen Abweichungen von diesem Richtwert (AGA) können vor allem Laich, Fischbrut und Kleintiere Schaden nehmen. 

Gewässer-Untersuchungskoffer (Bild: B. Heitmann)











Messgerätekoffer für die Gewässeruntersuchung (Hersteller VDSF GmbH)