Jeder Gewässertyp erfordert die Anwendung standortgerechter Maßnahmenbei der Ausführung der naturnahen Gewässergestaltung. Die Bauverfahren an Gewässern teilen sich ein nach Arbeiten an der Böschung, dem Ufer (Böschungsfuß) und der Gewässersohle, sie unterscheiden sich in Tot- und Lebendbau:

-Totbau-
Totverbau, ist die Verwendung toter organischer wie anorganischer Materialien. Material hiezu könnte Beton, Holz, Reisig, Naturfasern, Steine usw. sein.

-Lebendbau-
Lebendverbau, ist die Verwendung lebender Pflanzen oder Pflanzenteile. Material hiezu können Stetzstangen, Steckholz, Röhricht, Steckpflöcke, sein.

Selbstverständlich gibt es bei beiden Bauverfahren Vor- und Nachteile. Die Verwendung von toter und lebender Baustoffe zusammen ist sinnvoll, so daß sich die Vorteile der beiden Verfahren sinnvoll ergänzen.


Buschbautraverse (Bild: B. Heitmann)BUSCHBAUTRAVERSEN

Anwendung findet die Buschbautraverse als Kombinationsbauweise zur Verlandung größerer Kolke, die erst im Verlauf meherer Jahre aufgelandet werden sollen.

Materialaufwand:
- schlankes Reisig (2-5cm) von Birken (totes Material) und Weiden (lebendes Material, ausschlagfähig)
- große Steine, die einen Durchmesser von ca. 30-40cm haben
Hilfmittel sind: Ast- u. Rosenschere, Schüppe, Spaten

Bauanleitung:
Es werden im Kolk, quer zur Strömungsrichtung Gräben mit dreieckigem Querschnitt ausgehoben. Der Aushub wird an der strömungsabgewandten Seite neben dem Graben gelagert. Die Reisigäste werden schräg in den Graben eingestoßen, so dass sie auf dem Aushub liegen. Wichtig ist es die Reisigäste dicht zu stecken. Der Graben wird nun mit den Steinen und etwas Aushub verfüllt.


Faschine (Bild: B. Heitmann)FASCHINE

Die Faschine kommt als Kombinationsbauweise zur Sohl- und Ufersicherung bei starker Beanspruchung in Anwendung.

Faschinen sind aus biegsamen Reisig (auch lebende Weidenruten) zu einem zylindrischen Bauelement erstellt.

Zum Bau dieser Faschinen wird Material gebraucht:
- schlankes Reisig (o max 3cm) von Birken (totes Material) und Weiden (lebendes Material, ausschlagfähig)
- geglühter Stahldraht
Hilfmittel sind: Kneifzange, Böcke, Ast- u. Rosenschere

Bauanleitung:
Das Reisigmaterial wir auf Länge geschnitten (2-4 Meter) und in die keilförmigen Böcke gelegt. Hierbei wir totes mit lebendem Material und grobes mit feinem Material gemischt. Das zusammengelegte Reisigmaterial soll nach festziehen und festbinden einen Durchmesser von 20-40 cm erhalten. Der Stahldraht wird dann ca. alle 30-40 cm um das Reisigmaterial gebunden.

Einbau der Faschine in Höhe des Sommermittelwassers:
Die Faschine wird nun in Sommermittelwasserhöhe, da wo die Schleppspannung des Wassers am größten ist, eingebaut. Mit einem Holzpfahl aus lebenden Weidenhölzern wir die Faschine auf der vorbereiteten Fläche fixiert. Mit natürlichem Steinschotter kann die Faschine zusätzlich gestützt werden.


Spreitlagenbau (Bild: B. Heitmann)SPREITLAGENBAU

Der Spreitlagenbau bekommt seine Anwendung als Kombinationsbauweise zur Sicherung von Uferböschungen.

Der Spreitlagenbau ist ein Flächenhaftes Auslegen, Befestigen und Übererden von bewurzelungsfähigen Weidenzweige, die senkrecht gegen die Fließrichtung eingebaut werden.

Benötigtes Material:

- schlankes Reisig (o max 3cm) von Birken (totes Material) und Weiden (lebendes Material, ausschlagfähig)
- geglühter Stahldraht
- Stechholz oder Steckpflöcke mit einer Länge von rund 80 cm und einem Druchmesser von 4-8cm.
- Stechholz oder Steckruten mit einer Länge von rund 150 cm und einem Druchmesser von 2-4cm.
Hilfmittel sind: Kneifzange, Böcke, Ast- u. Rosenschere

Bauanleitung:

Das tote Reiligmaterial wird auf der zu schützenden Fläche senkrecht zur Fließrichtung ausgelegt. Lebendes Reisigmaterial von Weiden wir in den Boden gesteckt und rübergebogen. In einem Abstand von 70-120cm werden die dickeren Steckhölzer in den Boden geschlagen. Der Stahldraht wir nun über das ausgelegte Reisigmaterial gekreuzt gespannt, damit das Reisigmaterial zu Boden gedrückt wird. Den Übergang vom Spreitlagenbau bis zur Wasseroberfläche kann am besten mit einer Faschine überbrückt werden.


Steckholzbesatz (Bild: B. Heitmann)STECKHOLZBESATZ

Diese Bauweise hat einen sofortigen Schutz zur Sicherung der Uferböschung.

Für diese Bauweise sind folgende Materialien notwendig:
- Stechholz oder Steckpflöcke mit einer Länge von rund 80 cm und einem Durchmesser von 4-8cm.
- natürlichen Kies oder Schotter als Steinschüttungsunterlage
- große Steine, die einen Durchmesser von ca. 30-40cm haben

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