Stör (Bild: MUNLV-NRW)Der Stör gilt seit den 30er Jahren in Deutschalnd als verschollen oder gar ausgestorben. Bis Mitte des 19.Jahrhunderts war der Stör eine bedeutsame heimische Fischart in Deutschland. Störe sind anadrome Wanderfische, die nur einen kurzen Abschnitt ihres Lebens im Süßwasser verbringen. Der heimische Stör kann Größen von 1,5 - 2,5m erreichen (max. 6m und 400kg) und über 100 Jahre alt werden.

Die Laichwanderungen führten den Stör in den Rhein, die Elbe und die Oder bis jeweils in die Oberläufe. In den 20er Jahren wurde noch ein Stör in der Vechte, einem Nebenfluss der Ems gefangen. Nach dem Ablaichen von 400.000 - 4.400.000 Eiern wandern die erwachsenen Fische wieder ins Meer zurück. Die Jungfische wandern nach 1-2 Jahren Süßwasseraufenthalt ins Meer ab.

Grund für den dramatischen Rückgang des Störs sind vorallem die Flussregulierungen und die Gewässerverschmutzungen. Ein weiteres Kriterium ist zweifellos die Befischung bzw. Überfischung auch untermaßiger Tiere sowie Jungstöre.

Das Beispiel Stör zeigt, dass trotz moderner Foschung und vielfältiger Bemühungen die Folgen eines einmal eingeleiteten Prozesses, vernichtung einer Fischart, nicht so einfach ungeschehen gemacht werden können. Nach § 1 der Landesfischereiortnung (NRW) ist der Stör ganzjährig geschont. Gezielte Artenschutzprogramme existieren zur Zeit nicht.

Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

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