Barbe (Foto: B. Heitmann)Auffälligstes Merkmal der Barbe ist das stark unterständige Maul mit den vier Bartfäden am Oberlippenrand. Der Körper weist insgesamt eine langgestreckte Form auf. Die Färbung ist meistens braun bis goldbraun. Barben können bis zu 90 cm lang und ca. 8 kg schwer werden.

Biologie und ökologische Ansprüche
Barben sind Schwarmfische. Sie halten sich fast immer am Bodengrund auf. Hier suchen sie in der Dämmerung ihre Nahrung, die mit den Bartfäden ertastet wird. Die Nahrung besteht aus Wirbellosen, Wasserpflanzen und manchmal werden auch Kleinfische gejagt.
Die Barbe besiedelt nicht nur die Fließgewässerabschnitte der nach ihr benannten Barbenregion. Im Mai und im Juni ziehen die Barben in großen Schwärmen in die Äschenregionen, um hier über kiesigem Grund abzulaichen. Die Eier werden frei ins Wasser abgegeben. Sie sinken ab und entwickeln sich im Lückensystem zwischen den Kieseln.

Historische Verbreitung im 18. und 19. Jahrhundert
Die Barbe war früher in fast allen größeren Bächen und Flüssen, die den unter zoogeographischen Gesichtspunkten definierten Äschen- und Barbenregion zuzuordnen sind, verbreitet. Fließgewässer, in denen gute Bestände bekannt waren, sind: Lippe, Möhne, Bigge, Lenne, Ruhr, Ems und Weser. Weitere Vorkommen, die historisch dokumentiert sind, waren für Rhein, Werre, Sieg, Niers, Bockholter Aa, Issel, Stever, Rur, Inde, Bever und Erft bekannt.

Verbreitungs- und Bestandssituation von 1972 - 1999
Insgesamt liegen der Verbreitungskarte 247 Nachweise zugrunde, Die Verbreitungsschwerpunkte liegen im Rhein sowie in Lippe, Ruhr, Ems und Weser. Seit der letzten Auswertung des Fischartenkatasters im Jahr 1991 sind 153 Nachweise für die Barbe hinzugekommen. Dies betrifft zum Beispiel den Lippeunterlauf, die Bega, die Erft, die Rur, Nebenbäche der Sieg und den Rhein.
Auswertungen, die anhand von Daten aus dem Landesfischartenkataster durchgeführt wurden, belegen, dass es sich bei den meisten Beständen mittlerweile um stabile Teilpopulationen handelt, die sich selbstständig erhalten. So konnten z.B. bei Untersuchungen, die im Jahr 1998 in der Sieg durchgeführt wurden, regelmäßig Barbenbestände registriert werden, die sich jeweils aus mehreren hundert Tieren zusammensetzten. In Rhein hat sich die Barbe ebenfalls gut entwickelt. Untersuchungen aus den Jahren 1998 und 1999 belegen, das die Barbe streckenweise häufiger ist als das Rotauge.

Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Foto: B. Heitmann

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