Wir können ohne Tauchgerät nur kurze Zeit unter Wasser bleiben. Dringt Wasser in unsere Lungen ein, ersticken wir. Fische dagegen leben ständig im Wasser. Ihre Atmungsorgane arbeiten offenbar anders.

Fische atmen mit Hilfe ihrer Kiemen. Diese liegen unter den schützenden Kiemendeckeln. Hebt man die Kiemendeckel an, kann man die tiefroten, blutdurchströmten Kiemen erkennen. Sie bestehen aus hauchdünnen, häutigen Bläuchen. Diese Kiemenblättchen stehen dicht beieinander auf einer haibrunden knöchernen Spange, dem Kiernenbogen. Auf jeder Kopfseite ragen 4 Kiemenbögen in den hinteren Raum der Mundhöhle.

Diesen Raum nennt man Kiernenhöhe. Beim Atmen öffnet der Fisch das Maul. Dabei dringt Wasser in den Mundraum ein. Nun schließt er das Maul und presst das Wasser durch die Kiemen in die Kiemenhöhle. Durch die geöffneten Kiemendeckel strömt es dann nach außen. Schwebeteilchen könnten die feinen Kiemenblättchen verletzen. Wie in einem Kamm bleiben diese Teilchen in den "Zinken" der Kiemenreuse hängen.

Im Wasser, das an den Kiemenblättchen vorbeiströmt, ist Luft gelöst. Der Sauerstoff dieser Luft wird von den Blutgefäßen der Kiemenblättchen aufgenommen: Der Fisch atmet ein. Gleichzeitig tritt Kohlendioxid aus, löst sich im Wasser und wird so nach außen abgegeben: Der Fisch atmet aus. Die Kiemen müssen ständig mit Wasser durchspült werden; denn in einem Liter gut durchlüftetem Wasser sind nur etwa 10 ml Sauerstoff gelöst. Dagegen befinden sich in einen Liter Luft etwas 210 ml Sauerstoff.

Quelle: Biologie heute 1
Herausgeber: Schrödel Schulbuchverlag Hannover

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