Fachberichte lokal

Der Fund ist schon über ein Jahr her, jetzt kristallisiert sich dessen Bedeutung heraus. Im Oktober 2007 entdeckte man bei Baggerarbeiten am Oberlauf der Dinkel, die der Angelsportverein (ASV) Nienborg gegen die wuchernden Seerosen durchführen ließ, im Flussbett mehrere alte Holzpfähle. Die rund 25 mal 25 Zentimeter dicken und zwei Meter langen, unten zugespitzten Eichenstämme steckten etwa auf der Höhe des Hohen Hauses, etwas nördlich des unter der Dinkel hindurch geführten Ablaufes des ehemaligen Burggrabens als Gründung senkrecht im Flussbett. Bernd Hoge und Benedikt Heitmann vom ASV war sofort klar, dass es sich hierbei womöglich um sehr alte Fundstücke handeln könnte.

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Meerforelle (Foto: M. Mensing)Dass es in der Dinkel Meerforellen gibt hört sich nach einem Aprilscherz an. Doch wenn es bislang auch nur selten gelang, zwei Fänge von Vereinsmitgliedern beweisen ihr Dasein.
Johannes Tillmann und Tobias Ostendorf gelang es eine Meerforelle in der Dinkel zu fangen. Beide Fänge sorgten für großes Erstaunen bei den Anglern des Vereins und auch bei den Fischexperten des Fischereiverbandes. Hintergrund ist die immer noch schlechte Durchgängigkeit der Dinkel. Stellenweise versperren Stauanlagen den direkten Fischaufstieg. Allerdings findet die Meerforelle trotzdem Wege, über diese Anlagen stromaufwärts zu gelangen.

Mit Hilfe von J. Liebermann und M. Möhlenkamp konnten die Fische aber bestimmt werden. "Der gerade Schwanz des Fisches ist für die Bestimmung ein wichtiges Merkmal berichtet", J. Liebermann. "Bei der Bachforelle (Standorttreue Form) sollte und ist der Schwanz immer abgerundet! Die auffällig silberne Färbung verrät, dass der Fisch in der Laichzeit war. Deutlich sind Farbdifferenzen zwischen Kopf und Körper sichtbar."

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Kriesentreffen-aho- Heek-Nienborg. „Petri heil“ - diesen Gruß könnten die Mitglieder des ASV Nienborg Dinkel e.V. demnächst wohl noch seltener vernehmen. Jedenfalls wenn es nach dem jüngsten Entwurf der Bezirksregierung Münster bezüglich der Erweiterung des Naturschutzgebietes (NSG) „Dinkeltalung“ geht, der unter den Anglern des ASV für Unmut sorgt.

Demnach soll das vorhandene NSG in der Wexter Bauernschaft deutlich vergrößert werden. „Den Plänen der Bezirksregion, die Artenvielfalt im Naturschutzgebiet Dinkeltalung zwischen Nienborg und Epe zu fördern, steht unser 250 Mitglieder starke Verein, der sich in der Vergangenheit stets um die Natur bemüht hat, durchaus positiv gegenüber“, erklärt Christian Schubert, (re., 1. Vorsitzende des ASV Nienborg Dinkel e.V.) hofft aber dringlichst auf eine Nachbesserung dieses Entwurfes, „der die Fischereirechte stärker berücksichtigt, wie es auch im Landschaftsgesetz vorgesehen ist“.

Im Gegensatz erster Planungen der Bezirksregierung, in der nur der östliche Uferabschnitt der Dinkel als Schutzzone ausgewiesen war, umfasse die neuste Detailkarte 2011 nun auch die Einbeziehung des westlichen Uferbereiches und damit den gesamten unteren Dinkelabschnitt. „Im Klartext bedeutet dies, dass wir mehr als ein Drittel unserer fünf Kilometer langen Dinkel-Pachtstrecke in der Zeit vom 15. März bis zum 31. Juli beidseitig nicht mehr betreten dürfen und damit die Fischerei nicht ausüben können“, so Schubert. „Mit einem einseitigen Betretungs- und Fischereiverbot am Ostufer während der Kernbrutzeit hätte der naturverbundene Verein sich noch gut arrangieren können“, so Schubert.

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