Fachberichte

Edelkrebs (Foto: B. Heitmann)Gefährdung des heimischen Edelkrebses durch gebietsfremde Flußkrebsarten

Der Edelkrebs (Astacus astacus) ist die einzige ursprünglich heimische Flußkrebsart in Westfalen. Noch in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhundertskonnte man diesen Krebs in nahezu jedem Gewässer in großer Anzahl finden. Aufgrund seines schmackhaften Fleisches wurde er früher ausgiebig fischereilichgenutzt. Diese ehemals reichen Bestände sind jedoch in den letzten Jahrzehnten bis auf äußerst wenige und hochgradig gefährdete Restvorkommen erloschen.

Der Edelkrebs muss daher heute in der bundesweiten Roten Liste in der Kategorie 1 -vom Aussterben bedroht- geführt werden. Anfänglich waren für diesen dramatischen Bestandsrückgang in erster Linie der naturferne Ausbau vieler Gewässer, die starke Belastung des Wassers mit Schadstoffen sowie das Auftreten einer neuen, für den Edelkrebs tödlichen Seuche (Krebspest) verantwortlich zu machen.

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Das Wasser der Dinkel rauscht durch das Wehr an der Nienborger Mühle. Für Laien wirkt der Wasserstand recht hoch - die Pegelstände sind aber im grünen Bereich. Foto: (Frank Zimmermann) Es regnet. Seit Tagen. Seit Wochen. Bäche und Flüsse - auch die Dinkel - führen reichlich Wasser. Da passt es gut, dass die Untere Wasserbehörde des Kreises Borken das Regenrückhaltebecken westlich des Gewerbegebiets Bült zwischen Heek und Nienborg schon länger im Blick hat. Denn sollte es zu einem Hochwasser kommen - wonach die Pegelstände im Moment allerdings nicht aussehen - kann das Rückhaltebecken maßgeblich dazu beitragen, dass in Nienborg niemand nasse Füße bekommt.
Die Untere Wasserbehörde hat einen Sicherheitsbericht für das betagte Becken erstellt. Dabei haben sich zwei Schwachstellen herauskristallisiert: Die Standsicherheit der Wallanlagen ist fragwürdig und die Steuerung des Wehrs veraltert. Deshalb hat die Behörde nun einen Auftrag an ein Ingenieurbüro vergeben, zu prüfen, wie belastbar das Rückhaltebecken an der Dinkel genau ist.
Entsprechend der Ergebnisse soll das Becken, das auch beim Hochwasser im August 2008 eine wichtige Rolle spielte, auf den heutigen Stand der Technik gebracht werden, erklärte Stefan Pelz, Leiter der Unteren Wasserbehörde der Kreisverwaltung auf WN-Nachfrage. Mögliche Maßnahmen seien die Verstärkung der Wälle und die Automatisierung des Wehrs, das zurzeit noch von Hand betrieben werden muss.

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Starker Phytophthora-Befall bei Alnus glutinosa (Foto: B. Heitmann)Das Erlensterben, verursacht durch die sogenannte Erlen-Phytophthora, breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Mittlerweile liegen Befallsmeldungen aus fast allen Bundesländern vor. Seit dem Jahr 2000 ist auch das Westliche Münsterland in NRW von der Phytophthora-Pilzkrankheit betroffen. An der Dinkel im Norden des Kreises Borken sterben in größerer Anzahl jüngere und ältere Erlen an der Wurzelhalsfäule. Vor allem Betroffen ist hier Alnus glutinosa, die Schwarzerle. In lokalen Biotopen sind bis über 50 % der Bäume befallen.

1992 wurde diese Phytophthora-Krankheit erstmals in den Niederlanden und 1993 in England beobachtet. Zahlreiche Erlenbestände entlang von Flussläufen wurden befallen und vernichtet. 1995 konnte man erstmals die Wurzelhalsfäule der Erlen auch in Bayern nachweisen. Der Pilz der Gattung Phytophthora breitet sich besorgniserregend schnell aus und vernichtet wertvolle Erlenbestände. Neben der Schwarzerle wird auch die Grau-, Rot- und Herzblättrige Erle von der Wurzelhalsfäule befallen. Die Grünerle scheint nicht Anfällig gegenüber dieser Pilzkrankheit zu sein.

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Torfmudde Foto: B. HeitmannNTorfmudde Foto: B. Heitmannach dem Hochwasser im August 2010 hat die Dinkel so einige interessante Dinge hinterlassen. Für Verwunderung sorgten mitunter zahlreiche große braune Klumpen, die am Uferbereich von Dinkel und Donaugraben angeschwemmt wurden. „Was ist das denn für ein Haufen“ war vielfach von verwunderten Spaziergängern zu hören. Wer sich die unförmigen Gebilde aber einmal näher angeschaut hat, dem wurde schnell klar, dass es sich hierbei um eine Art organisches Material handelt, dass sehr an Blumenerde erinnert. Pflanzenfasern und gelegentlich auch Wurzelteile sind in den dicken Brocken auszumachen.
Der Ursprung dieser Torfbrocken liegt in einem flussaufwärts gelegenen Moorgebiet, das allerdings freiäugig nur selten als solches zu erkennen ist. Im gesamten Niederungsgebiet vor allem der Urstromtäler des Tieflands in Norddeutschland finden sich größere und kleinere Moorflächen, die meist in kleinen Senken als Niedermoore entstanden sind. Im Laufe von oft mehreren Jahrtausenden haben sich die Niedermoore zu Hochmooren entwickelt.

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Algenexplosion durch Eutrophierung (Foto: B. Heitmann)Anfutter ist in der Fischerei eine erfolgreiche Methode um Fische an den Angelplatz zu locken. Ein besseres Fangergebnis ist durch den Einsatz von Anfuttermitteln fast garantiert. Der Handel bietet Anfuttervarianten in unzähliger Menge und für unterschiedlichste Bedingungen und Zielfische an. Ob für schnell- oder langsam fließende Gewässer, Brassen oder Karpfen, zum Stippen oder Angeln mit dem Futterkorb, für Teiche oder Seen. Die Auswahl reicht von einfachem Paniermehl bis hin zu hoch aromatisierten Futtermitteln.

Auf die Mischung kommt es an! Dies ist, wenn man es auf die Lockwirkung bezieht sicher richtig. Doch sollte nicht nur nach der Zusammensetzung sondern auch die Menge des eingesetzten Anfutters im Gewässer beachtet werden. Warum gerade die Menge an Anfutter besonders in kleinen Gewässern eine wichtige Rolle spielt, wollen wir in diesem Beitrag verdeutlichen.

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