thumb VaterAngelHEEK „Angeln ist kein Sport“ – dieser Ansicht ist nicht nur Christian Schubert, Vorsitzender des langjährigen Angelsportvereins Nienborg Dinkel, sondern auch die Vereinsmitglieder: Einstimmig votierten sie in der Jahreshauptversammlung dafür, dass ihr Verein künftig Angelverein Nienborg Dinkel heißen soll.
Als „richtungsweisend und überfällig“ bezeichnete Christian Schubert die Entscheidung, im Jahr vor dem 50-jährigen Bestehen des Vereins die Silbe „sport“ aus dem Namen zu streichen. Diese Notwendigkeit sieht Rudolf Böckers, Vorsitzender des Angelsportvereins Dinkeltreue Heek, der sich in einem Gremium mit dem benachbarten Nienborger Verein befindet, nicht: „Unsere Intention ist, den Namen so zu lassen, wie er ist“, äußerte er auf Anfrage.
Die Heeker Angler sähen auch nach Rücksprache mit dem Landesfischereiverband keinen zwingenden Anlass dazu. Böckers zeigte jedoch durchaus Verständnis für einen solchen Schritt, wie ihn die Nienborger vollzogen haben: „Das muss aber jeder Verein selber wissen.“
Dem Thema offen gegenüber steht mit Willi Hölscher, Vorsitzender ASV Legden, ein weiterer „Gremiumskollege“: „Wir haben noch nicht darüber gesprochen. In der Jahreshauptversammlung haben wir den Leuten gesagt, wie sie sich zu verhalten haben. Aber Sport ist es eigentlich nicht. Man sollte mal darüber nachdenken. Ich werde den Punkt ansprechen.“
Naturschützer und Nutzer
Hintergrund der ganzen Diskussion ist die immer wieder von Tierschützern aufgeworfene und strittige Frage, ob Angeln eine Form verbotener Tierquälerei ist oder der Nahrungsbeschaffung dient.
Naturschützer und Nutzer Christian Schubert dazu: „Vor allem verstehen wir uns Angler als Naturschützer, aber auch als Nutzer der Natur. Der Fisch ist ein hochwertiges, heimisches und gesundes Lebensmittel für uns. Der Begriff ,Sport‘ passt daher nicht mehr in die Zeit und zu unserem Verständnis von Angelfischerei und Naturschutz.“
Dass dies nicht nur vom Vorstand so gesehen wird, zeigte das klare Abstimmungsergebnis der Mitgliederversammlung. Die nicht unumstrittene Tierschutzorganisation Peta jedenfalls hat den Nienborgern bereits zu ihrer Entscheidung gratuliert... (m.elf - Münsterlandzeitung 14.02.2014)

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