thumb_zeltlager2011Mit Freunden am Ufer sitzend, von der Natur umgeben und die Angelrute in der Hand als einziges Merkmal, das an Zivilisation erinnert - so in etwa stellen sich die Jugendlichen des ASV Nienborg Dinkel ein Angelzeltlager vor. Und fast genauso war es für die 24 Jungen jetzt auch in Ahlen an der Ems. Eine kleine Lichtung direkt am Feld und unweit eines Altarmes des Flusses gelegen war der Ort für die Zelte und die Küche, die sich in einem Lkw-Anhänger befand. Ein ideales Plätzchen, um zu angeln. Und natürlich stand das Fischen auch im Mittelpunkt des Angelzeltlagers. Made um Made wurde an die zahlreichen Angelhaken gesteckt - und Fisch um Fisch aus der Ems gezogen.

Aber die Angler fischten nicht nur am Altarm, sondern auch an der Ems selbst. Um dahin zu gelangen, ging es erstmal ein Stück durch den Wald. Mit einem Quad konnte auch die matschigste und unwegsamste Strecke überwunden werden.
An der Ems hieß es dann ausharren, bis die Fische beißen. Das hatten die beiden einzigen Frauen im Lager besonders gut raus. Nicht nur in der Küche machten Nadine Schubert und Jenny Görner eine gute Figur. Tatsächlich konnten die beiden Mädchen den Junganglern noch etwas vor machen. Doch davon wollten die natürlich rein gar nichts wissen ...
Zum Angelzeltlager gehörte mehr als das Angeln selbst. Jeden Tag ging es für einen Teil der Jugendlichen ins Schwimmbad. Eine provisorische Dusche mit Wasser aus dem Tank oder eine Katzenwäsche in der Ems war eben doch nicht genug für das zehntägige Lager.
Ein Bad in der Ems musste trotzdem jeder nehmen. Bei der traditionellen ,Taufe blieb kein Stückchen Haut trocken. Jeder ging einmal baden - der eine mehr, der andere weniger freiwillig. Das gehört zum Lagerleben dazu.
Wer selbst schon einmal im Ferienlager war, weiß, dass mindestens an einem Abend ein Angriff auf das Lager erfolgt. Für die Jungen vom Angelzeltlager war das eines der Highlights. Als die Jugendlichen aus der nahe gelegenen Gemeinde heimlich das Lager überfielen und den Wimpel klauen wollten, wurde es spannend. Da konnte sich selbst Lagerleiter David Mayer mit seinen Betreuern nicht zurückhalten und unterstützte seine Schützlinge heldenhaft. An den ruhigeren Abenden machten es sich die Jungangler um das Lagerfeuer mit Stockbrot und Marschmellos bequem.
Auch beim Zeltlager 2011 mit dabei: ASV-Urgestein Hans König. Der Ehrenvorsitzende fährt schon seit Jahrzehnten mit ins Angellager und wachte auch dieses Mal über alle wie ein weiser Häuptling.
Das Lager lebte nicht nur von den mitgereisten Jugendlichen, sondern auch vom Betreuerteam. „Ohne das ganze Team wäre dieses Zeltlager gar nicht machbar. Daher ein dickes Lob und Dank an jeden einzelnen“, freut sich Mayer über die starke Unterstützung.
Bevor es wieder zurück nach Hause ging, wurden die „Angler der Woche“ geehrt. In diesem Jahr konnte Tobias Borgers die meisten Fische aus der Ems ziehen. Der Zeltlagerpokal, der das beste Gruppenzelt auszeichnet, ging an das Team von Stefan Wenning. Beim Betreuerangeln, welches die Jugendlichen ausgerichtet haben, gewann Christopher van Ledden. (Westfälische Nachrichten 09.08.11)

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