Teig (Foto: B.Heitmann)Giftgrün, Zitronengelb oder Blutrot, die Farbauswahl von Angelteig aus dem Gläschen ist vielfältig. Weitere optische Reize wie Glitzer sollen zudem die Fische zum Anbeißen verführen. Welche Farbenpracht an einem Forellenzuchtteich zu finden ist  sieht man selbst nicht mal in einem üppigen Blumenbeet. Ob es nun Neon-Grün oder –Geld ist scheint gar nicht das Entscheidende zu sein. Hier wird versucht mit allen optischen Reizen die möglich sind, einen Fisch zum Anbeißen zu verlocken. Naturköder sehen allerdings anders aus. In Fischzuchtteichen sind die Fische von Geburt an auf Futterpellets, die ins Wasser geworfen werden abgestimmt. Sie fressen was ihnen vor die Nase fällt und das auch noch so schnell wie möglich, sonst bleibt nix übrig. Dieser Reiz funktioniert auch in den späteren Angelzuchtteichen.

Je ungewöhnlicher der Reiz (der Teig) ist, desto größer rechnet man sich den Fangerfolg aus. In natürlichen Gewässern funktioniert der Teig hingegen kaum. Viel zu naturfern sind die Farbe und oftmals auch der Geruch. Während Zuchtfische möglichst alles fressen was ihnen vor die Nase geworfen wird, sie müssen das auch um zu überleben, drehen Fische in natürlichen Gewässern meist sofort ab. Der Bedarf von Fischen an „Fast-Food-Teig" hält sich in unseren heimischen Gewässer zum Glück noch sehr bedeckt.