
Merkmale Größe: 8-12 cm, max. 16 cm. Körperform: Der Körper ist drehrund, nur am Schwanzstiel seitlich zusammengedrückt. Flossen: Die Rückenflosse hat 9-11 Strahlen, die Afterflosse 7-9. Der Rand der Schwanzflosse ist nicht oder nur schwach eingebuchtet. Schuppen: Die Schmerle besitzt sehr feine Schuppen, die auf Vorderrücken und Brust fehlen. Färbung: Der Rücken und die Flanken sind grau bis braun und haben dunklen Flecken und Marmorierungen. Der Bauch ist weiß.
Ökologische Ansprüche Die Schmerle ist ein stationärer, bodenorientierter Bewohner von flachen, schnellfließenden Bächen und Flüssen mit Sand- und Kiesgrund. Sie kommt außerdem in der Uferregion klarer Seen und in der Ostsee im finnischen Schärengebiet vor.
Die Schmerle ist ein nachtaktiver Fisch, der sich tagsüber unter Steinen und anderen Schlupfwinkeln versteckt. Das Nahrungsspektrum umfasst vorwiegend kleine wirbellose Organismen und Fischlaich.
Die Laichzeit erstreckt sich von April - Juni. Die bis zu 400 ca. mm großen Eier sind stark klebrig und haften an Steinen und Pflanzen. Sie werden nachts portionsweise abgelegt und bis zum Schlüpfen der Brut vom Männchen bewacht.
Vorkommen in Europa Die Art ist über ganz West-, Mittel- und Osteuropa verbreitet. Bei den festgestellten Schmerlenbeständen in NRW handelte es sich fast immer um selbstreproduzierende Populationen mit vollständigem Altersaufbau.
Gefährdung: keine Schutz: Nach § 1 der Landesfischereiordnung ist die Schmerle ganzjährig geschont. Zusätzliche Artenschutzprogramme sind zurzeit nicht erforderlich.
Bemerkungen Schmerlen sind imstande, verödete Gewässerstrecken - nach Verbesserung der Gewässergüte - in relativ kurzer Zeit wieder neu zu besiedeln.
(Textquelle: LÖPF beim Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbrauchersschutz des Landes Nordrhein-Wstfalen) |